so war 2018

Die Benefizgala der Zwölfzylinder ist sicherlich eines der Highlights im städtischen Veranstaltungskalender. Immer wieder überraschen sie mit Ideen, die bis ins Detail durchdacht und umgesetzt sind. Auch die Bühnenkünstler, die jedes Jahr in der Stadthalle auftreten, versprechen eine Show, an die man sich erinnert.

In diesem Jahr setzten sicherlich die jungen Patienten der kinderonkolischen Abteilung der Uniklinik Essen ein Ausrufezeichen. Sie waren mit Professor Dirk Rheinhard nach Erkelenz gekommen, um zu zeigen, was aus den bisherigen Spenden der des Fördervereins geworden ist. Die Kinder brachten Leben auf die Bühne und zeigte Jonglage und artistische Einlagen mit dem Rollbrett. Das gehört zum bewegungstherapeutischen Angebot der Klinik, um die jungen Krebspatienten während und nach der körperlich anstrengenden Behandlung aufzubauen und ihnen durch Bewegung und Spiel Freude zu bereiten. Die meisten Kinder könnten heute durch die intensive medizinische Therapie langfristig geheilt werden, berichtete Rheinland im Gespräch mit Achim Lenzen, der den ersten Teil der Gala moderierte. Das Bewegungsprogramm unterstütze die Heilung zusätzlich, verriet Rheinland.

50.000 Euro haben die Zwölfzylinder für das Projekt gesammelt, das den Kindern viel Lebensfreude zurückgibt. Insgesamt hatten die XII Zylinder bei der letzten Gala 80.000 Euro an Spenden gesammelt. So gingen weitere 15.000 Euro jeweils an die Walter-und-Elfriede-Meyer-Stiftung und das Hermann-Josef-Krankenhaus. Die Meyer-Stiftung unterstützt unbürokratisch Menschen in Erkelenz, die in Not geraten sind. Im Krankenhaus wurde die Einrichtung eines Abschiedsraums für alle Konfessionen ermöglicht, den die beiden Zylinder Fred Feiter und Wilfried Bündgen in Eigenleistung gestaltet haben.

Das Thema des Abends lautete „Die größten Filmhits aller Zeiten“ und entführte die Besucher in die Glitzerwelt Hollywoods. Man betrat die Stadthalle über einen roten Teppich und konnte sich mit Brad Pitt, Kevin Kostner oder dem Weltraum-Schurken Darth Vader ablichten lassen. Die Organisatoren waren mit viel Liebe zum Detail ans Werk gegangen, ebenso wie Sternekoch Alex Wulf und Sommelier Ronny Schreiber von der Burgstuben Residenz in Randerath. Sie hatten ein Menü entworfen, in dem den Filmen „Ratatouille“, „Coc au Vin“ und „Die Schokoladenfabrik“ kulinarisch Tribut gezollt wurde.

Fehlte nur noch das Unterhaltungsprogramm. Und auch das hatte es in sich. Den Auftakt machte der Chor des Cusanus-Gymnasiums unter der Leitung von Michael Forg. Gemeinsam mit der Sängerin Ikenna Amaechi sangen sie unter anderem den Benefiz-Klassiker „We are the world“. Für einige der jungen Sänger war der Auftritt in der Stadthalle zugleich eine Bühnenpremiere. Dann ging es Schlag auf Schlag mit der Violinistin Patrizia Portz, dem Zauberer Chapeau Bas, Drums2Street und einem mehrfachen Jojo-Weltmeister. Für den musikalischen Teil des Abends sorgte die Band „Heavens Club“. Moderiert wurde das Showprogramm wieder von Jutta Pützhoven und Markus Forg.